Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer SAm 23001
Abmessungen
33 x 5,6 x 6,8 cm
Inventarnummer
SAm 23001
Ein Phallus-Amulett für einen Hauseingang bei den Bora (Miamunaa). Der Sammler hat das Stück auf einer Lehr- und Forschungsreise nach Peru 1971-72 erworben.
Die Bora (auch: Miranya und weitere Schreibweisen, Eigenbezeichnung Miamunaa) gehören zur Witoto Sprachgruppe und leben vorrangig im nordöstlichen Peru, aber auch in Kolumbien und Brasilien. Sie werden seit 2000 auf etwa 2.000-2.500 Menschen geschätzt. Ihre traditionellen Wirtschaftsformen sind Gartenbau (u.a. Maniok und Bananen) sowie Jagd und Fischfang. Durch den Gummi-Boom sank ihre Bevölkerungszahl zwischen 1890 und 1940 von über 15.000 auf wenige Hundert Menschen. Seit dem späten 20. Jahrhundert werden sie verstärkt in die Geldwirtschaft und das Schulsystem Perus integriert. Allerdings bewahren sie sich aber ihre Sprache, kulturelle Identität, traditionelle Medizin, und verfolgen nachhaltige Forstwirtschaft als einen Hauptwirtschaftszweig.
Werner und Vera Hartwig unternahmen 1971-72 eine Lehr- und Forschungsreise nach Peru. Dabei sollten sie beim Aufbau eines Museums helfen und reisten im Auftrag der peruanischen Regierung ins Amazonasgebiet, um die dortigen indigenen Kulturen zu dokumentieren. Ein Hauptinteresse während der Reise galt den Lebensbedingungen, sozialen Verhältnissen und dem Kulturwandel indigener Gruppen, sowie der nationalen Minderheitenpolitik des Landes. Dies entsprach dem marxistischen Forschungsfokus der DDR-Ethnologie, besonders aber der Leipziger Tradition, die stark auf die Entwicklung von Hierarchien und Klassengesellschaft, sowie auf wirtschaftliche und soziale Fragen in Geschichte und Ethnologie ausgerichtet war. (MVL, Frank Usbeck, 01.08.2023)
Kultureller Kontext
Bora (Sammelereignis)
Klaus Kästner: Amazonien : Indianer der Regenwälder und Savannen; Ausstellung des Museums für Völkerkunde Dresden im Japanischen Palais vom 29.4.2009 bis 29.8.2010], Dresden 2009, S. 43, Abb. S. 50
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