Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer SAm 23358
Eine Halskette aus dunkelbraunen Samenkernen (capim-micamga).
Die Pirahá (Eigenbezeichnung Híaitíihi) sind die letzte Unterabteilung der Mura und leben in kleinen Gemeinschaften entlang des Rio Maici im brasilianischen Bundesstaat Amazonas. Ihre traditionelle Wirtschaftsweise ist bis ins frühe 21. Jh. auf Jagd, etwas Fischfang sowie den Anbau von Maniok in Gemeinschaftsgärten konzentriert. Sie hatten lange kaum Kontakt mit Europäern oder Neobrasilianern, und gerieten durch den Gummi-Boom um 1900 schnell unter Druck. Nachdem sich die Bevölkerung deswegen zunächst stark verringerte, wurde nach einer Erholungsphase ihre Zahl 2018 auf etwa 800 Personen geschätzt. Frühe ethnologische Forschung kommentierte besonders die flachen Hierarchien und die Abneigung gegenüber Zwang in der sozialen Struktur der Pirahá. In den 1990er Jahren erwarben Ethnologen aus Leipzig und Dresden zahlreiche Zeugnisse der materiellen Kultur für sächsische Museen.
Rolf Krusche (*1938) studierte Ethnologie in Leipzig und war 1960-67 am Julius-Lips-Institut in Leipzig tätig. 1968 wechselte er als Assistent (später Kustos für Amerika) ans GRASSI Museum für Völkerkunde Leipzig. Er hat zahlreiche international beachtete Fachpublikationen zu Nord- und Südamerika veröffentlicht und bedeutende Leipziger Amerika-Ausstellungen konzipiert. Bis zum Ende der DDR bekam er keine Gelegenheiten zu eigener ethnologischer Feldforschung; während der 1990er Jahre unternahm er aber längere Reisen nach Brasilien und Kanada und legte eine umfangreiche Sammlung an. (MVL, Frank Usbeck, 13.04.2023)
Kultureller Kontext
Pirahã (Herstellung)
Reproduktion
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