Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer SAm 06063
Abmessungen
58 x 3,1 cm
Inventarnummer
SAm 06063
Ein Grabstock aus geschnitztem Holz, teilweise bemalt. Er wurde zur Vorbereitung des Bodens beim Maniokanbau verwendet.
Die Mehináku (Meináco, Mináco) sind eine kleine Gruppe am oberen Xingu, die traditionell Fischfang und Brandrodungskultur betreiben, um Maniok anzubauen. Sie gehören der Arawak-Sprachfamilie an. Durch die ersten Kontakte zu weißen Vermessungs- und Forschungsexpeditionen Ende des 19. Jh. und die folgenden Epidemien schwand ihre Bevölkerungszahl stark, und das Siedlungsgebiet verringerte sich von drei auf ein einziges Dorf. Noch in den 1970er Jahren wurde die Gruppe von feindlichen Ikpeng (aus der karaibischen Sprachfamilie) vertrieben und siedelte sich am Tuatuari, einem Nebenfluss des Rio Culuene, neu an. 2014 betrug ihre Bevölkerungszahl c. 250 Personen.
Herrmann August Meyer (1871-1932) entstammte einer erfolgreichen Leipziger Verlegerfamilie. Nach dem Studium der Ethnologie und Anthropologie organisierte er zwei Expeditionen ins Gebiet des Xingú in Brasilien (1895/96 und 1898/99) und gründete mehrere deutsche Kolonien im Süden des Landes. Der wissenschaftliche Erfolg und die fachliche Aufbereitung der Expeditionen blieben bescheiden. Meyer gilt jedoch als besonderer Unterstützer des Leipziger Museums, zumal er dem Museum den Großteil seiner etwa 4000 Objekte umfassenden ethnografischen Sammlung schenkte. Davon sind heute noch ca. 1500 Objekte vorhanden. (MVL, Frank Usbeck, 07.02.2022)
Kultureller Kontext
Mehinako (Sammelereignis)
Reproduktion
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