Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer SAm 14154
Eine Tanzrassel aus gebohrter Kalebassenfrucht.
Die Kayapó verwendeten verzierte Kürbisrasseln zu Untermalung von Gesang. Bei den Timbira stellte die Kalebassenrassel das Instrument des Vortänzers dar und diente als Taktgeber.
Die Tenetehára leben im Nordosten Brasiliens und gehören sowohl der Tupi- als auch der Guaraní-Sprachgruppe an. Historisch gesehen trugen sie ebenfalls die Namen Tembé und Guajajará, eine Teilung in zwei Gruppen, die bis heute fortbesteht. Die Guajajará-Tenetehára leben in Maranhão, während die Tembé-Tenetehára in Pará an den Flüssen Gurupi, Guama und Capim leben. Die Tenetehára leben vom Anbau von Mais und Maniok. Zum Zeitpunkt des Kontakts mit Europäern im frühen 17. Jahrhundert zählte der Stamm etwa 12.000 Mitglieder. Durch das Wüten europäischer Krankheiten wurde diese Zahl dezimiert, 1991 existierten noch 7.000 Stammesmitglieder. Ab Ende des 19./ Anfang 20. Jahrhunderts begannen die Tenetehára, sich als Lohnarbeiter zu verdingen. Sie bewahrten sich einige Traditionen, standen Ende des 20. Jh. aber im engen Kontakt mit der brasilianischen Bevölkerung.
Der Autodidakt und Sammler Curt Unckel wurde 1883 in Jena geboren. Nach einer Ausbildung zum Feinmechaniker in den Zeiss-Werken und umfangreichen Selbststudien der Amerikanistik in der Werksbibliothek wanderte er 1903 nach Brasilien aus. Dort lebte Unckel von 1905 bis 1907 bei den Apapocúva-Guaraní. Sie adoptierten ihn und gaben ihm den Namen „Nimuendajú“ (etwa „der sein eigenes Heim schafft“). Obwohl er nie ein formelles Studium der Ethnologie absolvierte, verfasste er zahlreiche ethnografische Studien über diverse brasilianische Ethnien und war als Sammler für mehrere deutsche Museen tätig. Nimuendajú besuchte zahlreiche indigene Gruppen und unternahm viele Expeditionen, bis er 1945 unter nicht vollends geklärten Umständen auf einer Expedition starb. (MVL, MVL Benutzer2, 01.12.2022)
Kultureller Kontext
Tenetahara (Herstellung)
Reproduktion
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