Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer SAm 06933
Die Form des Gefäßes ist einer der Leitformen der Inka-Keramik entlehnt, der großen Vorratsamphore, die nach ihrem griechischen Vorbild als aryballos bezeichnet wird. Typisch für diese Form sind zwei tief am Bodenumbruch angesetzte, gegenständige Henkel und eine plastische, auf der Schulter aufgesetzte Knubbe. Beides diente ursprünglich der Führung eines Tragbandes, das bei den kleinformatigen Gefäßen allerdings nicht notwendig ist.
Klassische Inka-Keramik gehört zu den von Eliten benutzten Prestigeobjekten. Da die Inka bei der Eroberung der Nordküste allerdings die lokale Elite nicht, wie sonst üblich, im Amt beließen, finden sich in diesem Bereich typischerweise Mischformen von lokalen Stilen und Inka-Keramik.
Die Musterung im oberen Bereich der Keramik entspricht dem Chimu-Stil. Es handelt sich um vier Felder mit Gänsehautmotiv in denen im Wechsel ein stilisierter Vogel bzw. ein stilisierter Vogel mit Fisch dargestellt ist. Diese Form der Darstellung findet sich in vergleichbarer Form auch bei Textilien und in der Architektur. Sie verweist auf die große Bedeutung der Meeresressourcen für die Küstenkulturen. (Text Claudia Schmitz)
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