Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer SAm 18065
Ein kleiner Keulenstock aus beschnitztem Holz.
Keulenstöcke, auch Stabkeulen genannt, stellten die gängige Keulenform der Gê-Stämme dar. Andere Keulenarten sind Schwertkeulen und Flachkeulen. Es existierte eine Variation mit viereckigem Schlagende. Bei den Xerénte (Sherente) fanden Stab- und Flachkeulen neben Bögen als primäre Jagd- und Kriegswaffen Verwendung. Bei den Kayapó existierten die stabförmige kannelierte Rundkeule und schwertförmige Ruderkeule.
Die Krahô sind Teil der Gê-Sprachfamilie und leben im heutigen brasilianischen Bundesstaat Goiás am Ufer des Tocantins. Abgesehen von einigen Konflikten lebten sie seit 1809 friedlich mit der neobrasilianischen Bevölkerung zusammen und standen ihnen sogar im Kampf gegen andere indigene Gruppen bei. Mit 5.000 Angehörigen waren die Krahô ursprünglich relativ zahlreich, aber Krankheiten, Alkoholismus und kleinere Konflikte mit Farmern führten zu einem starken Bevölkerungsschwund. Seit sie 1940 ein Reservat erhielten, stieg ihre Zahl wieder und betrug Ende der 1980er Jahre bereits wieder etwa 900.
Der Autodidakt und Sammler Curt Unckel wurde 1883 in Jena geboren. Nach einer Ausbildung zum Feinmechaniker in den Zeiss-Werken und umfangreichen Selbststudien der Amerikanistik in der Werksbibliothek wanderte er 1903 nach Brasilien aus. Dort lebte Unckel von 1905 bis 1907 bei den Apapocúva-Guaraní. Sie adoptierten ihn und gaben ihm den Namen „Nimuendajú“ (etwa „der sein eigenes Heim schafft“). Obwohl er nie ein formelles Studium der Ethnologie absolvierte, verfasste er zahlreiche ethnografische Studien über diverse brasilianische Ethnien und war als Sammler für mehrere deutsche Museen tätig. Nimuendajú besuchte zahlreiche indigene Gruppen und unternahm viele Expeditionen, bis er 1945 unter nicht vollends geklärten Umständen auf einer Expedition starb. (MVL, MVL Benutzer2, 15.12.2022)
Kultureller Kontext
Krahô (Herstellung)
Reproduktion
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