Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer 59827
Ein Überwurf dieser Art ist bei den Ngaju im zentralen Borneo von transvestitischen Schamanen (basir) bei rituellen Handlungen getragen worden. Er besteht aus einem Palmblattgeflecht, das außen mit blauem Baumwollstoff besetzt ist. Als Schmuck dienen Opercula (sulau) und nassa-Schnecken, die an den Schmalenden ein Bambussprossenmotiv (tumpal) bilden.
Der Überwurf ist Teil einer kleinen, nur 36 Objekte umfassenden Sammlung von Erinnerungsstücken aus der niederländisch-ostindischen Kolonialdienstzeit des Heinrich v. Lützow (1807-1879). Die Sammlung gelangte zunächst 1956 von einer Baronin von Lützow, Frau des Enkels von Heinrich v. Lützow, an das Heimatmuseum in Heidenau und wurde 1967 im Zuge von Sammlungsprofilierungen dem Museum für Völkerkunde Dresden übergeben. Heinrich v. Lützow stand von 1830 bis 1853 im niederländisch-ostindischen Kolonialdienst und war während der Padri-Kriege in West-Sumatra (1832-1833), ansonsten in Java (Batavia/Jakarta und Soerabaia/Surabaya) im Einsatz. Ein Einsatz in Borneo ist nicht belegt. (PM, 2016)

Kultureller Kontext
Ngaju (Herstellung)
Reproduktion
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