Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer 02677
Die Tatauiernadel ist Teil der Sammlungen von Carl G. Semper. Der Naturwissenschaftler und Ethnograph hatte 1859-1864 die Philippinen und die Palauinseln bereist und kehrte 1865 über China und Ceylon nach Europa zurück. In den 1870er und 1880er Jahren verkaufte er Teile seiner naturwissenschaftlichen und ethnographischen Sammlungen an das Königliche Zoologischen und Anthropologisch-Ethnographische Museum zu Dresden, mit dessen Direktor, Adolf Bernhard Meyer, er aufgrund gemeinsamer Interessen fachlichen Austausch pflegte. Nicht alle Kulturzeugnisse der Sammlung Semper sind mit ausreichenden Provenienzangaben versehen. Zu diesem Tatauierinstrument übermittelte Semper, dass es bei den "Negritos wie bei den Irayas" (Aeta und Gaddang) in Gebrauch sei. Es ist anzunehmen, dass er das Instrument während seiner Reisen in der Provinz Isabela in Nordost-Luzon erworben hat, wo er sich 1860 zum Studium der Aeta-Kultur aufgehalten hat und nachfolgend mehrere Wochen bei den Gaddang [bei Semper "Irayas"] in Dörfern am Ilarou-Fluss (südlicher Arm des Ilangan) verbracht hat. (PM, 2023)
Kultureller Kontext
Aeta (Sammelereignis), Irayas (Sammelereignis)
Reproduktion
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