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Abmessungen
max. 106,5 x 105,5 cm
Inventarnummer
62395
Dieser Sarong (indonesisch: sarung), wie das an den Schmalseiten zum Rock zusammengenähte Tuch genannt wird, gehört zum Typus der farbenprächtigen Nordküstenbatik. Er entstand in einer Werkstatt in Lasem und war einst ein besonders bei Chinesinnen und indoeuropäischen Frauen beliebtes Kleidungsstück. Der florale Dekor und die Phönixdarstellungen weisen auf indische und chinesische Einflüsse. Batiken waren (und sind noch immer) beliebte Erinnerungsstücke an Aufenthalte auf Java. Diese von Hand gezeichnete Batik (batik tulis) brachte der Großonkel der Verkäuferin, der um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert als Apotheker in Java tätig war, nach Dresden mit. Damals – in der Blütezeit der javanischen Batik – gab es noch zahlreiche Werkstätten, in denen qualitativ hochwertige Batiken in Handarbeit gefertigt wurden. Seitdem war die javanische Batik zahlreichen Veränderungen unterworfen. Schon die Wirtschaftskrise von 1935 führte zur Schließung vieler Werkstätten. Nach 1945 schwand die Nachfrage nach bestimmten Batiken, vor allem den chinesischen und den durch die kolonialen Rahmenbedingungen belasteten. Heute ist die handgemalte Batik ein Luxustuch. Es muss sich gegen die große Konkurrenz mit industriell gefertigten Stoffen, die Batikmuster imitieren, behaupten. (P. Martin, 2009)
Rosemarie Zell: Alte Kulturen auf Sumatra, Java, Borneo. Ausstellung des Staatlichen Museums für Völkerkunde Dresden, 1985/86, Dresden 1985, Vorsatzblatt hinten (farbig)

Rosemarie Zell: Alte Kulturen auf Sumatra, Java, Borneo. Ausstellung des Staatlichen Museums für Völkerkunde Dresden, 1985/86, Dresden 1985, Seite 72/73 (schwarz-weiss)
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