Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer 31236
Ort, Datierung
USA, Prärie vor 1907
Material und Technik
Abmessungen
25,5 x 12,5 x 7 cm
Inventarnummer
31236
Ein Pemmikanhammer zum Zerkleinern von Trockenfleisch. Pemmikan ist ein Gemisch aus Trockenfleisch, Fett und Beeren. Hierzu wird Büffelfleisch in dünne Streifen geschnitten und in der Sonne getrocknet, bis es hart wie Holz ist. Dann wird es im Mörser oder mit einem Hammer zerstoßen und mit Beeren und Fett zu Kugeln gerollt. Auf diese Art kann das Fleisch sehr lange haltbar gemacht werden. Zudem verliert es durch die Dehydrierung enorm an Gewicht, eignet sich also hervorragend zum Transport bei langen Wanderungen oder auf Kriegszügen, wenn eine Jagd zu zeitraubend oder zu riskant wäre. Das Gemisch kann roh - als eine Art Energieriegel - verzehrt werden, oder es dient als Basis für eine Suppe, vergleichbar etwa mit einem Brühwürfel.
Emil W. Lenders (1865 in London – 1934 in Oklahoma) war ein deutsch-amerikanischer Maler und Sammler von Ethnographika. Aufgewachsen und ausgebildet in Deutschland, siedelte er mit jungen Jahren in die USA über, wo er bald als Maler von Tieren und Landschaften bekannt wurde. Angesteckt von der Romantisierung des „Wilden Westens“, begann er, auch Szenen des Lebens der indigenen Bevölkerung, des Cowboylebens, sowie der populären Wildwest-Shows darzustellen. Dadurch wurde er bald mit historischen Persönlichkeiten wie William F. Cody („Buffalo Bill“) und indigenen Würdenträgern bekannt, was ihm das Sammeln von Ethnographika erleichterte. Die Museen in Leipzig und Dresden profitierten von seiner Sammeltätigkeit; in Konkurrenz mit amerikanischen Museen um die besten Stücke hatten deutsche Einrichtungen oft das Nachsehen. Lenders war daher ein hervorragender Kontakt für die Sammeltätigkeit und Vermittlung von Objekten und indigenen Verkäufern vor Ort. (MVL, Frank Usbeck, 22.01.2020)
Kultureller Kontext
Dakota (Erwerbung)
Reproduktion
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