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Herakles (Herkules) fängt den kerynitischen Hirsch

Material und Technik
Abmessungen
H: gesamt 40 cm (33,0 cm), B: 37,0 cm, T: 5,0 cm
Inventarnummer
Hm 044
Um die in geistiger Umnachtung erfolgte Ermordung seiner eigenen Kinder zu sühnen, wurde Herakles ein langjähriger Dienst bei Eurystheus, dem König von
Mykene, auferlegt. Auf Geheiß dieses Mannes vollbrachte Herakles Dinge, die als nicht realisierbar angesehen wurden. Für die griechischen Künstler boten vor allem seine Zweikämpfe mit Tieren und Fabelwesen, etwa mit dem Nemeischen Löwen, dem Erymanthischen Eber und der vielköpfigen Hydra, eine geradezu unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Über mehr als 1000 Jahre finden wir in fast allen Gattungen der bildenden Kunst Darstellungen einzelner, manchmal auch aller zwölf Taten, die Herakles zu absolvieren hatte. Seine dritte oder vierte Aufgabe bestand darin, eine riesige Hirschkuh, die im beschaulichen Arkadien jahrelang für Verwüstungen gesorgt hatte, aufzuspüren und bei lebendigem Leib zu fangen. Bei der Wiedergabe dieser Tat fanden die Künstler besonderen Gefallen daran, Herakles in einer bestimmten Pose zu zeigen: Dabei hält er die Hirschkuh, die oft in einen Hirsch transformiert wurde, mit dem Knie, das in
den Rücken des Tieres gestemmt ist, und mit den Händen, welche die beiden Enden des Geweihs packen, in Schach. Der Bildhauer des Dresdner Reliefs bietet eine Variation, indem er Herakles den Kopf des Hirsches durch einen Griff zum Maul nach hinten reißen lässt. Die kleinen Löckchen des Herakles und die strenge Profilansicht sollen die Darstellung älter erscheinen lassen, als sie eigentlich ist.
Dietrich Boschung, Jens M. Daehner, Kordelia Knoll, Joachim Raeder, Heike Richter, Friederike Sinn, Manfred G. Schmidt, Stephan F. Schröder und Christiane Vorster (Bearb.): Katalog der antiken Bildwerke IV. Römische Reliefs, Geräte und Inschriften, Best.-Kat. Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Skulpturensammlung, unter Mitarbeit von Jaime Curbera und Jean-Baptiste Yon, München 2018, Kat. 2, S. 31-34, Nr. Inv. Hm 44, Abb. 2,1-3 (Friederike Sinn)
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