Ort, Datierung
Abmessungen
gesamte Büste: H: 79 cm, B: 59 cm, T: 27 cm, Aufstandsfläche Durchmesser 20 cm
Inventarnummer
Hm 187a
Der aus Lothringen stammende Bildhauer Nicholas Cordier ließ sich um 1592/93 in Rom nieder, wo er erfolgreich für Papst Clemens VIII., Papst Paul IV. und Kardinal Scipione Borghese arbeitete. Cordier war einer der ersten Bildhauer der Neuzeit, der in Anlehnung an antike Vorbilder die darstellerischen Möglichkeiten bunten Marmors nutzte. Berühmt ist seine Statue des sogenannten "Moro Borghese" (heute im Louvre, Paris), für den Cordier den Torso einer antiken Gewandstatue aus rötlichem Alabaster mit schwarzem Marmor zur Figur eines jungen Mauren ergänzte. Der charakteristische Kopf dieser Statue mit seinen kurzen Filzlocken wurde offenbar in der vorliegenden Büste reproduziert. Diese stammt aus der römischen Sammlung Chigi und galt zum Zeitpunkt ihres Ankaufs für Dresden als antikes Original, für das ein horrender Preis bezahlt werden musste. In der Ausführung erscheint der Dresdner Kopf noch raffinierter als der "Moro Borghese". So wurde der dunkle Marmor im Gesicht auf Hochglanz poliert, während das stumpf belassene Haar perfekt die naturkrausen, wolligen Locken eines Afrikaners wiedergibt. Zur Steigerung des Effekts wurden die Augäpfel in weißem Marmor eingelegt, die dem Kopf einen lebendigen, etwas nervösen Blick verleihen.
Reproduktion
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