Maria mit Kind aus St. Egidien bei Glauchau

Herrgott, Leonhard (1505-1534) - Bildschnitzer
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
H: 109,5 cm, B: 35,5 cm, T: 20,5 cm
Inventarnummer
SAV 2587
Die Skulptur stammt aus der 1811 wegen Baufälligkeit abgerissenen Ägidiuskirche in St. Egidien bei Glauchau und stellt eine sogenannte Mondsichelmadonna dar. Dieser populäre Typus bezieht sich auf die Offenbarung des Johannes und galt in der mittelalterlichen Auslegung als Symbol für die Überwindung Satans durch die Mutter Gottes. Der zu diesem Motiv gehörende Strahlenkranz war auf die Rückseite des verlorenen Schreins gemalt. In der rechten Hand hielt die Madonna ein Zepter, das sie als Himmelskönigin kennzeichnet. Auf dem linken Arm trägt Maria den Jesusknaben, der mit seiner rechten Hand auf die Bibel zeigt, um auf die Erfüllung des göttlichen Wortes hinzuweisen. Obgleich die Madonna einst in einem Schrein stand, verleihen ihr die elegant
geschwungene Haltung, die Öffnung des Mantels durch den nach vorn gestreckten rechten Arm und die bemerkenswert bewegte Figur des Knaben eine große räumliche Präsenz. Eine Zuschreibung an den Zwickauer Holzbildschnitzer Leonhard Herrgott, einen Zeitgenossen von Peter Breuer, wird daher für möglich gehalten.
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