Steinpistill

unbekannt - Hersteller
Die in den Hochländern von Neuguinea aufgefundene Steinartefakte (Mörser, Pistillen, Baststoffklopfer u.a.) sind Zeugnisse einer prähistorischen Kultur und werden von Archäologen in das 6.-1. Jahrtausend v. Chr. datiert. Die damaligen Bewohner des Hochlandes kannten bereits den Anbau verschiedener Nutzpflanzen, darunter Taro (Colocasia) und nutzen Steinschalen dieser Art vermutlich als Mörser zur Bereitung von Taropudding.
In historischer Zeit war den Bewohnern Neuguineas weder die Bearbeitung von Stein in dieser Weise noch der ursprüngliche Gebrauch der beim Gartenbau, in jüngerer Zeit auch beim Straßen- oder Pistenbau aufgefundenen Artefakte bekannt. Sie wurden als Gaben der Ahnen angesehen und als „magische Kraftobjekte“ neu interpretiert. Verwendung fanden die in Kulthäusern aufbewahrten Gegenstände unter anderem bei Fruchtbarkeits- und Heilungszeremonien sowie als Schutzmittel. Mit der Christianisierung im 20. Jahrhundert haben sie ihre sakrale Bedeutung weitgehend verloren.
Den Steinmörser erwarb das Museum für Völkerkunde Dresden 2003 als Teil einer größeren Neuguinea-Sammlung. Der Sammler hatte das Pistill 1996 in Mount Hagen erworben.
(MVD, Petra Martin)
Kultureller Kontext
Papua
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