Netsuke, Mann mit Hut und Schurz

Pieschel, Carl Friedrich (1821-1906) | Sammler
Die traditionellen japanischen Kleidungsstücke, wie der Kimono, besitzen keine Taschen. Die kleinen alltäglichen Notwendigkeiten wurden in den Gürtel (obi) gesteckt oder in kleinen Dosen (inrō) sowie Stoffbeuteln daran befestigt. Um ein Durchrutschen zu vermeiden, wurde seit dem späten 17. Jahrhundert an die Schnur dieser sagemono ("Dinge, die [am Gürtel] hängen") eine kleine Plastik aus Holz, Elfenbein oder anderen Materialien gebunden, die Netsuke genannt werden. Mit den kunstvoll gefertigten Accessoires konnten besonders die städtischen Kaufleute, die in der Edo-Zeit (1600 - 1868) einen niedrigen sozialen Rang einnahmen und keinerlei politische Macht besaßen, ihren wirtschaftlichen Reichtum darstellen. So wurden Netsuke von den modebewussten Städtern wie Schmuck an die jeweiligen Anlässe, Jahreszeiten oder Feiertage angepasst. Die kleine Figur in Form eines Mannes kam 1875 ins Museum, als Carl Pieschel seine ethnologische Sammlung diesem zum Kauf anbot. Der größte Teil waren japanische Objekte, die er vorwiegend während seiner Zeit als Legationssekretär der diplomatischen Gesandtschaft Preußens (Eulenburg-Expedition) in Japan 1860/61 erwarb. Die meist als tanzend beschriebene Figur gehört demnach zu dem Konvolut, welches den Grundstein zur Japansammlung des Hauses legte.
Material und Technik
Abmessungen
7,5 x 3,5 x 2,1 cm, 29,4 g
Inventarnummer
20929
Reproduktionsrechte
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