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Shouxing, Gott der Langlebigkeit

uns nicht bekannt - Hersteller
Material und Technik
Abmessungen
48 x 18 x 21 cm
Inventarnummer
23013
Der Shouxing ist die chinesische Gottheit des langen Lebens. Meistens tritt er als Teil einer Trinität auf, zu der auch der Gott des Glücks und der Gott des Wohlstands gehören. Diese drei Gottheiten sind sowohl Bestandteil des Daoismus als auch des traditionellen chinesischen Volksglaubens. So wie hier wird er oft mit den "Pfirsichen der Langlebigkeit" und einem Sikahirsch (Dybowski-Hirsch), der ebenfalls für ein gesundes, langes Leben steht, dargestellt. Eine Besonderheit dieser Figur ist das Schriftzeichen shou ("langes Leben"), das den nackten Bauch der Gottheit schmückt.
Die zunächst für chinesische Abnehmer geschaffenen Figuren fanden auf Hausaltären oder in den Pretiosenecken wohlhabender Angehöriger des Mittelstands Aufstellung. Aufgrund ihrer glücksverheißenden Symbolik waren sie auch beliebte Geschenke. Seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gelangten im Zuge barocker Ostasienbegeisterung neben den begehrten Porzellanen auch Specksteinfiguren nach Europa. In Dresden lassen sie sich seit den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts archivalisch belegen. Nach den Intentionen August des Starken sollten die Figuren zur Ausstattung eines separaten Kabinetts in dem als Porzellanschloss konzipierten Japanischen Palais dienen.
Zukunft seit 1560. Von der Kunstkammer zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Ausst.-Kat. Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Residenzschloss, 18.04.–07.11.2010, hg. von Karin Kolb, Gilbert Lupfer und Martin Roth, Berlin/München 2010, S. 104, Abb. 109 (farbig)

Maureen Cassidy-Geiger: Changing attitues towards ethnographic material: re-discovering zhe Soapstone Collection of Augustus the Strong,in: Staatliches Museum für Völkerkunde Dresden(Hg.): Abhandlungen und Berichte des Staatlichen Museums für Völkerkunde Dresden ; 48, Frankfurt/Main 1994, S. 7-98, Bd. 48 / S. 20, Abb. 11 (schwarz-weiss)
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