Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer 62792
Ort, Datierung
wohl Südafrika, vor 1923
Material und Technik
Abmessungen
35 x 36 x 37 cm
Inventarnummer
62792
Das Objekt war Teil des Forschungsprojektes „Geschichte und Provenienz der Ethnologischen Sammlungen Mylau Reichenbach" (2022). Aktueller Kenntnisstand und Zuschreibung des Objektes sind im Folgenden aus dem Projektbericht wiedergegeben:

"Der gezeigte Gegenstand ist ein alter und sehr seltener geschnitzter Melkhocker auf drei Beinen, der mit den Makonde, Hehe und Gogo in Verbindung gebracht wird. Aufgrund seiner Gestaltung ist davon auszugehen, dass er von den Makonde in Südtansania und Nordmosambik stammt, da das vorhandene Muster dort weit verbreitet ist. Der aus einem einzigen Holzstück geschnitzte Hocker diente als Sitzgelegenheit bei der Arbeit mit Tieren, z. B. beim Melken von Kühen und Ziegen. Die flache, konkave Form der Sitzfläche erhöht den Komfort und verhindert das Herunterfallen, wenn Milch darauf verschüttet wird."

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"The displayed object is an old and rare 3-legged carved milk stool, associated with the Makonde, Hehe and Gogo people in Tanzania. The stool’s styling strongly suggests it origin from the Makonde people in southern Tanzania and northern Mozambique, given that this design is common among the people. The stool, which is carved from a single piece of wood, was used as a sit during animal care activities, e.g., milking livestock like cattle and goats. The top is carved in form of a shallow, concave receptacle, to enhance comfort and keep one from easily falling off in case there is a milk spillage on the surface."

(Michael Angitso, 2022/23)

Es ist davon auszugehen, dass Otto Pentzel in Tansania an diesen Hocker gelangte, wo er sich spätestens ab 1908 bis zu seiner Gefangennahme durch die britische Armee im Oktober 1917 aufhielt. Die genauen Erwerbsumstände bleiben bisher ungeklärt.
(Lore Liebscher, 2023)

Provenienzkette:
Otto Pentzel (wohl 1908-17 gesammelt, bis 1923); Verein für Naturkunde, Mylau (1923 bis 1948); Museum Burg Mylau (1948 bis 1981); Museum für Völkerkunde Dresden, (seit 1981)
(Oppermann, SES, 2023)

Reproduktion
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