Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer 49950
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
200 x 4 x 4 cm
Inventarnummer
49950
Das Objekt war Teil des Forschungsprojektes „Geschichte und Provenienz der Ethnologischen Sammlungen Mylau Reichenbach" (2022). Aktueller Kenntnisstand und Zuschreibung des Objektes sind im Folgenden aus dem Projektbericht wiedergegeben:

"Diese Kette aus Holz wurde von den Tsonga in Südafrika hergestellt. Die Tsonga sind anerkannte südafrikanische Holzschnitzer, die sich bei der Herstellung von eleganten, komplexen Kompositionen, Formen und Designs aus einem einzigen Holzstück durch bemerkenswerte Techniken und ihren großen Einfallsreichtum auszeichnen. Die Kette diente im Wesentlichen dazu, zwei Kopfstützen miteinander zu verbinden, in der Regel die eines Ehemannes und einer Ehefrau, und ist auch an Doppelkopfstützen zu finden, deren Provenienz anderenorts nachgewiesen wurde, z. B. im Kunstmuseum der Princeton University (2022). Die ebenfalls aus Holz geschnitzten Kopfstützen hielten den menschlichen Kopf, schützten aufwendige Frisuren während des Schlafs und förderten vor allem tiefe Träume, durch die Menschen mit verstorbenen Familienmitgliedern kommunizieren konnten. Diese Kette konnte gekauft, selbst hergestellt oder speziell (frisch) verheirateten Paaren verschenkt werden."

--

"This wooden chain was produced by the Tsonga people of South Africa, who are the acclaimed south African wood carvers with remarkable technique and great imagination in the production of elegant complex composition, forms and designs that are carved from a single wood. The chain was basically used to connect two headrests, usually that of a husband and wife, as it also occurs on double headrests provenanced elsewhere, e.g., Princeton university art museum (2022). Briefly, the head rests, carved also from wood, supported the human head, protected elaborate coiffures during sleep, and most importantly encouraged deep dreams through which people communicated with deceased family members. This chain could be bought, self-made for oneself, or offered as a gift especially to (newly) married couples."

(Michael Angitso, 2022/23)

Der Sammler Otto Simon war von 1891-1897 als Münzmeister in Pretoria, in der damaligen Südafrikanischen Republik (auch: Transvaal-Republik) tätig. Es ist davon auszugehen, dass er dieses und weitere Objekte dort unter bisher ungeklärten Umständen sammelte und mit nach Reichenbach brachte.
(Lore Liebscher, 2022/23)

Provenienzkette:
Otto Simon (wohl 1891-97 gesammelt, bis 1915); Museum des Vereins für Naturkunde zu Reichenbach (1915 bis 1941); Museum für Völkerkunde Dresden (seit 1941)
(Oppermann, SES, 2023)

Creditline
Museum für Völkerkunde Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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