Fröhlicher Winzer

Der offensichtlich leicht alkoholisierte Weinbauer, der in der rechten Hand zwei Trauben aus Amethyst und Karneol hält, holt mit dem Winzermesser weit aus, um weitere Früchte abzuschneiden. Im gleichen Moment macht sich, von ihm unbemerkt, eine Katze neugierig an den wohl gefüllten Korb auf seinem Rücken heran. Fünf Barockperlen bilden Leib, Arme und Beine des Winzers, der zudem eine Kappe aus einem unregelmäßig geformten, flachen Perlmuttgebilde auf dem Kopf trägt. Die grün-blau gestreifte Schürze und die Strümpfe, kombiniert mit Diamanten, erinnern an den ebenfalls von dem Frankfurter Händler Guillaume Verbecq erworbenen Koch (VI 88). Im Gegensatz zu jener sehr grotesk aufgefassten Figur vertritt der Winzer jedoch eine deutlich weniger drastische Darstellungsweise. Auch fehlt der Figur der rechteckige Sockel, der beim Koch wie bei vielen anderen Perlpretiosen von Verbecq die Schauseite bestimmt. Stattdessen ist sie stärker auf Rundumsicht angelegt, denn erst durch Drehen des Stückes erschließt sich die List der vorwitzigen Katze, heimlich den Korb zu plündern. Mit großer Sorgfalt ist das feine Drahtgeflecht des Korbes gearbeitet, das Durchblicke auf das darin befindliche, grün emaillierte Weinlaub erlaubt.
Abmessungen
H 8,8 cm, B 6,8 cm, T 4,9 cm
Inventarnummer
VI 100
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