Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer 60528
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
20,5 x 25,5 x 0,3 cm
Inventarnummer
60528
Das Objekt war Teil des Forschungsprojektes „Geschichte und Provenienz der Ethnologischen Sammlungen Mylau Reichenbach" (2022). Aktueller Kenntnisstand und Zuschreibung des Objektes sind im Folgenden aus dem Projektbericht wiedergegeben:

Objektname: Nzenze (Kikuyu und Kamba)
"Bei diesem bei den Kikuyu und Kamba in Kenia und Tansania als Nzenze bekannten Objekt handelt es sich um einen Schamschurz aus dem 19. Jahrhundert, wie er (auch) von Frauen verschiedener tansanischer, kenianischer und ugandischer ethnischer Gruppen getragen wurde, z. B. den Wandonde (Ndonde) und den Wamuera/Wamwera in Tansania. Der Nzenze aus Naturfasern und wunderschönen bunten Glasperlen (Staatliche Museen zu Berlin, 2022), die in geometrischen Mustern angeordnet sind und als ästhetischer Ausdruck dienen, ist ein Mädchenschmuck, der unter der Hauptkleidung getragen und nur dem Liebhaber oder Freund gezeigt wird. Auch bei der Eheschließung hat der Nzenze eine Bedeutung. In Kitui in Kenia beispielsweise gibt eine Frau bei der Heirat ihren Schurz im Tausch gegen eine Ziege an eine unverheiratete Frau weiter. Das soll der Empfängerin des Schurzes Glück bringen und zu ihrer Heirat führen."

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"The object, known as Nzenze among the Gikuyu and Kamba people of Kenya and Tanzania, is a 19th century pubic apron (also) worn by women of different Tanzanian, Kenyan and Ugandan ethnic groups e.g., the Wandonde (Ndonde) and Wamuera / Wamwera in Tanzania. Made of natural fibre and beautiful colourful glass beads (Staatliche Museen zu Berlin, 2022) arranged in geometric patterns serving as aesthetic expressions, Nzenze is a girl's ornament, worn under the main clothing and only shown to lovers or boyfriends. The Nzenze is also used matrimony solemnization. For example, in Kitui in Kenya, upon marriage a woman gives her apron to an unmarried woman in exchange for a goat. This signifies the transfer and acquisition of good luck leading to the marriage of the apron’s recipient."

(Michael Angitso, 2022/23)

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Missionar und Sammler Cornelius Vogl zwischen 1910 und 1913 während seines Aufenthaltes in Tansania an das Objekt gelangte. Unter welchen genauen Umständen konnte bisher nicht geklärt werden.
(Lore Liebscher, 2022/23)

Creditline
Museum für Völkerkunde Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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