Zierschale aus Rhinozeroshorn

Döring, Gottfried (-1718) - Goldschmied
Ort, Datierung
Abmessungen
H 17,5 cm, Kuppa oben: B 10,3 cm, T 7,6 cm, Fuß: B 7,5 cm, T 6,6 cm
Inventarnummer
VI 30
Zu den modischen Luxusartikeln des Spätbarock gehörten die sogenannten Galanteriewaren – kleine Schalen, Döschen und Flakons, Stockknöpfe, Necessaires, Petschafte und kleine Spiegel. Diese der persönlichen Sphäre zugehörigen Gegenstände charakterisierten perfekt die verfeinerte Lebensweise der höfischen Gesellschaft. Auch wenn einige von ihnen Gebrauchswert besaßen, so wurden sie doch vor allem wegen ihres kostbaren Materials und der qualitätvollen Juwelierarbeit geschätzt. Der Kreativität der Goldschmiede waren keine Grenzen gesetzt. Auch die zierliche Schale aus Rhinozeroshorn, die dem Dresdner Hofjuwelier Gottfried Döring zugeschrieben wird, gehört in die Reihe dieser höchst individuell gestalteten Pretiosen. Ihre Kuppa besteht nicht, wie irrtümlich angenommen, aus »Elends Klaue«, sondern aus Rhinozeroshorn. Die goldenen Schlangen, die sich durch die Öffnungen der Kuppa winden, erinnern an die Vergänglichkeit alles Irdischen. Zudem wird hier die Funktionalität als Gefäß scheinbar ad absurdum geführt und der rein artifizielle Charakter des Schauobjekts herausgestellt.
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