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Tasche oder Schutzhülle "kololo" für Reisende

uns nicht bekannt - Hersteller
Ort, Datierung
Togo, vor 1910
Material und Technik
Abmessungen
1,7 x 9,5 x 66,0 cm
Inventarnummer
29735
Dieses Objekt ist Teil der Kollektion des Projektes "Provenienz von kolonialzeitlichen Sammlungen aus Togo”: Link der Kollektionsseite.

Laut ursprünglicher Beschreibung beim Erwerb als "Strohtasche Kololo" bezeichnet, wurde das aus Gräsern geflochtene Objekt von Personen benutzt, die durch das Buschland reisen, um sich vor dem scharfen Gras zu schützen. Die geografische Herkunft wurde mit "Togo" verzeichnet. Neuere Informationen aus Bénin deuten darauf hin, dass die ursprüngliche Beschreibung zutrifft und ergänzen, dass es sich um eine Schutzhülle für den Mann handeln könnte, ein "etui penier". (Patrick Emery Effiboley)

Der aus Rostock stammende Ernst Friedrich Gütschow (1869-1946) ließ sich 1902 in Dresden nieder, wo er nicht nur Generaldirektor des zweitgrößten Tabakunternehmens der Stadt (Jasmatzi AG) wurde, sondern auch begann, mit seinem Kapital eine breite Tätigkeit als Kunst- und Kulturmäzen zu entfalten. So schenkte er dem Museum für Völkerkunde Dresden 1910 neben der Sammlung aus Togo weitere Kulturobjekte aus verschiedenen Teilen Westafrikas, darunter auch aus Kamerun. Ein Großteil ist typische Marktware der damaligen Zeit, darunter frühes Kunsthandwerk und Textilien. Über die Provenienz des Sammlungsteils, der sich aus Objekten aus dem südlichen Teil der Kolonie „Togoland“ zusammensetzt, ist bis zum aktuellen Stand nur belegt, dass Gütschow sie in Dresden von einer bisher unbekannten Person ankaufte. Um die Transaktion an das Museum in die Wege zu leiten, bedurfte es jedoch einer besonderen Motivation: Erst durch die Inaussichtstellung des Sächsischen Albrechtsordens wurde er überzeugt, im Oktober 1910 eine Sammlung von 196 funktional exakt dokumentierten, zumeist Ritualobjekten zu erwerben und dem Museum als Geschenk anzubieten. Die Vermutung liegt nahe, dass ein ritueller Gegenstand mit derart exakter Funktionsbeschreibung weggegeben wurde, weil er für die möglicherweise konvertierten Besitzer ihren Wert verloren hatte. (Toni Hanel, Silvia Dolz)
Kultureller Kontext
Bassari (Erwerbung)
Reproduktion
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