Ort, Datierung
Abmessungen
H mit Postament 16,3 cm, B 6,1 cm, T 7,0 cm
Inventarnummer
VI 210
Kurz vor 1700 entstand die Darstellung zweier Afrikaner auf einem Dromedar, wobei es sich nicht um ein Kabinettstück handelt, das unmittelbar von August dem Starken erworben wurde. Es gelangte erst zwischen 1712 und 1724 als Ankauf aus dem Besitz der verwitweten Herzogin Friederike von Sachsen- Weißenfels in die sächsisch-polnische Schatzkammer. Hierbei wird deutlich, dass Johann Melchior Dinglinger auch als Hofjuwelier für anderen Kunden tätig sein konnte.
Die aus Ebenholz geschnitzten Afrikaner, die als "Kammermohren" Teil des sächsisch-polnischen Hofstaats waren, und der elfenbeinerne Dromedar wurden von Balthasar Permoser mit hintergründigem Humor gebildet und von Dinglinger mit großer Schmuckfreude, Detailreichtum und Geschick verziert.
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