Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer MAf 14436
Der Anthropologe Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg eignete sich den Speer während der Leitung der Deutschen Zentral-Afrika-Expedition an, die im Juni 1907 mit dem Ziel der Erforschung des Gebiets des zentralafrikanischen Grabens startete. Die Expedition führte vom Osten des afrikanischen Kontinents in den Westen: von Mombasa (Kenia) über den Victoria-See, den Kiwu-See und den Albert-See zum Kongo und diesen entlang bis an den atlantischen Ozean. Die Expedition fand am 11.05.1908 in Basoko, D.R. Kongo, ihr Ziel. Die Expedition umfasste insgesamt eine 700 Personen starke Besatzung. Darunter befanden sich neben den Wissenschaftlern und Oberbefehlshabern, 533 Träger, 8 Köche und Gehilfen, 2 Dolmetscher, 34 Soldaten und 5 Präparatoren. Ein Großteil der Träger stammte aus der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika. Kurz vor dem Ende der Expedition auf dem Landweg wurden die Träger in Irumu damit beauftragt, die bisher gesammelten Objekte zurück an die Ostküste zu bringen. Die entstandenen Leerstellen in der Besatzung wurden durch neue Träger aus dem ehemaligen Freistaat Kongo ersetzt. Während der Expedition wurden insgesamt 4000 Objekte, 1017 Human Remains, 87 Phonogrammaufnahmen, mehrere Gesteine und zoologische Objekte gesammelt sowie 37 Sprachen dokumentiert. Die Objekte waren neben dem Ethnologischen Museum in Berlin auch für das Völkerkundemuseum zu Leipzig bestimmt. So involvierte sich im Vorfeld Hans Meyer – ein Mäzen des Museums – finanziell mit dem Ziel, dass Museum am Erwerb der Sammlung zu beteiligen. Dabei wurde die ethnografische Sammlung zu gleichen Teilen aufgeteilt. Im Zuge dessen gelangte der Speer 1909 in die Sammlung des Museums.
Kultureller Kontext
Warumbi (geographisch-stilistische Einordnung - [Herstellung])
Reproduktion
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