Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer MAf 34774
Ort, Datierung
Afrika, Äthiopien, Bahir Dar, vor 1994
Abmessungen
geöffnet: 5 x 60 x 50 cm; geschlossen: 3,5 x 34 x 50 cm
Inventarnummer
MAf 34774
Das Triptychon zeigt im Zentrum die sitzende Mutter Gottes mit dem Christuskind auf dem Schoß, die von den Erzengeln Gabriel und Michael flankiert werden. Die hier zu sehende charakteristische Darstellung der Maria geht auf ein Abbild der Ikone Ikona Salus Populi Romani aus Santa Maria Maggiore zurück, welches im 16. Jahrhundert durch die Missionare von Italien nach Äthiopien gelangte und die Darstellungsweise Marias in Äthiopien maßgeblich verändern sollte. Die Darstellung der Ikona Salus Populi Romani geht auf den Typus der byzantinischen Hodegetria zurück und soll eines der sieben Werke sein, die Maria abbilden, welche aus der Hand des heiligen Lukas selbst stammen. Christus nimmt hier seinen Platz auf dem linken Knie Marias ein, erhebt seine rechte Hand zum Segensgestus und umfasst mit seiner Linken die Bibel.
Das Triptychon besteht aus drei Tafeln. Die mittlere Tafel umfasst zusätzlich ein umliegender Rahmen. Dieser wurde durch das Ausschaben der Holzplatte mit Hilfe eines Messers erzeugt. Anschließend wurde die mittlere Tafel durch zwei Tafeln ergänzt, in welche seitlich Löcher gebohrt und sie schließlich durch Bänder verbunden wurden und somit ein Triptychon bildete. Oft verwendete Motive für die Seitenflügel sind auch wie auf diesem Exemplar zu sehen, äthiopische Heilige, Erzengel, Apostel, die Kreuzigung, sowie Höllen- und Himmelfahrt Christi. So zeigt die linke Seite im oberen Bereich den heiligen Georg mit dem getöteten Drachen. Im unteren Teil ist hier Täklä Haymanot zu vernehmen, der durch seinen abgetrennten linken Fuß charakterisiert wird. Die rechte Seite zeigt oberhalb die Kreuzigung Jesu mit Maria und Johannes und in der unteren Szene ist der auferstandene Christus zu sehen, der Adam und Eva erlöst, die sich zu seinen Füßen befinden. Hinter Christus sind die Erzengel Michael und Gabriel zu sehen. Erworben wurde die Ikone vom Museum 1994 durch Kauf von Salehu Anteneh.
Kultureller Kontext
Amhara (Herstellung)
Reproduktion
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