Material und Technik
Abmessungen
13 x 9 x 9 cm; Innendurchmesser: 8,4 cm
Inventarnummer
MAf 34568
Die Armmanschette ist Bestandteil des kulturellen und künstlerischen Erbe des vermutlich 800jährigen Königreiches von Benin. Das Königreich, welches auf dem Gebiet des heutigen südwestlichen Nigeria gelegen hat, wurde 1897 von den Briten erobert und die höfischen Kunstwerke gelangten als Kriegsbeute nach Europa. Armmanschetten aus Bronze wurden vom Oba selbst und den Würdenträgern des Hofes bei zeremoniellen und feierlichen Anlässen getragen. Die Musterung der Manschette besteht aus zwei wesentlichen Elementen: stilisierten Welsköpfen und Köpfen, die durch ihre Attribute wie Bart, Helm und langem Haupthaar, mit einem Europäer assoziiert werden können. Durch die rhythmische Anordnung der beiden Elemente, entsteht durch die Verflechtung eine Einheit. Beide Motive verweisen auf die Gottheit Olokun und stehen symbolisch für die Königsmacht.

(SB)
Literatur
Peter Göbel: Kunst aus Benin - Sammlung Hans Meyer, Berlin 2002, Bd.220/S.133, Abb. Tafel XXXV (schwarz-weiss)

Hans Meyer: Kunst aus Benin : afrikanische Meisterwerke aus der Sammlung Hans Meyer, Leipzig 1994, Seite 90 (schwarz-weiss)
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