Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer MAf 28536 a, b
Ort, Datierung
Afrika, Süd-Kamerun/Gabun/Äquatorialguinea, Mwei, vor 1927
Abmessungen
a) fehlt; b) 50 x 13,5 x 13 cm
Inventarnummer
MAf 28536 a, b
Diese Byeri Ahnenfigur gehörte ursprünglich zu einem Rindenbehältnis (nsuk), welches Human Remains bewahrte. Von diesem Ensemble hat sich bis heute nur die Byeri Ahnenfigur erhalten. Byeri sind bis heute von besonderer kultureller Bedeutung. Sie stehen für die Ahn*innen im Allgemeinen, dabei repräsentieren sie eine Person jedoch nicht selbst, sondern stehen stellvertretend die gesamten Vorfahr*innen. Die byeri bestehen aus einem harten Holz, Metall, Muscheln, Perlen und ihr wichtigstes Merkmal ist ihre glänzende Patina, die durch die Riten, in denen sie verwendet wurden, entstand. Sie kamen beispielsweise bei Initiationsriten und Übergangsriten zum Einsatz. Wenn sie nicht genutzt wurden, wurden sie im Gemeinschaftshaus oder im Haus des Ältesten der Familie aufbewahrt. Zu den Byeri (Wächterfiguren) gehört auch ein nsuk (Behältnis), in dem die menschlichen Überreste der Vorfahr*innen aufbewahrt wurden. Der Byeri fungierte somit als Beschützer*in der Überreste des Ahn*innen, indem sie beispielsweise die Blicke junger Männer abwehrten, die noch nicht initiiert wurden, da diese die Überreste der Ahn*innen schänden könnten. Die Figuren stehen symbolisch für den Kopf eines Menschen und das Baumrindengefäß steht für den Magen oder auch Körper einer Person. So stehen diese beiden Elemente in einer eigentlich gegnerischen Beziehung zueinander, bei der die Balance gefunden werden muss. Körper und Geist ergänzen sich also gegenseitig und obwohl sie eigentlich gegnerische Einheiten sind, fungieren sie hier zusammen. So ist der Magen oder auch der Körper der Ort aller vitalen Organe und somit auch der Energie des Körpers. Der Kopf hingegen dient als Werkzeug, welches die Energie des Körpers leitet und fungiert als Sitz des Verstandes. Somit kann das byeri mit dem menschlichen Körper auf eine Stufe gestellt werden, bei dem es wichtig ist, die Balance zwischen Geist und Intuition zu finden.
Das Ensemble wurde durch Julius Konietzko 1927 an das Museum verkauft. Die genauen Erwerbsumstände sind bis heute nicht bekannt.
Kultureller Kontext
Fang (Herstellung)
Reproduktion
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