Sanduhr für eine Stunde

Das Stundenglas gehört zu den ganz seltenen Exemplaren, deren Einfassungen aus Bernstein bestehen. Das Sandglas ist aus zwei einzelnen Glaskolben zusammengesetzt. Die Verbindungsstelle wurde vermutlich mit Pech, Wachs oder Harz verkittet und aus dekorativen Gründen, wohl auch um Stabilität zu garantieren, mit Stoff verkleidet. Die beiden Basen der Sanduhr bestehen aus Nadelholz, auf die verschiedenfarbige Bernsteinplättchen aufgeklebt (inkrustiert) wurden. Die stirnseitigen Seitenflächen sind mit transparenten, rückseitig gravierten Bernsteinstücken verblendet und, um die Leuchtkraft zu erhöhen, mit Messingfolien hinterlegt. Vier Messingstäbe, auf die hohl gebohrte Bernsteinstücke "aufgereiht" worden sind, verbinden die Basen miteinander und machen das Gehäuse komplett. Die verloren gegangenen Eckapplikationen wurden im Zuge der 2002 abgeschlossenen Restaurierung hinzugefügt. Als Vorbild für diese Ergänzung diente eine nahezu identische Sanduhr im Altonaer Museum (Hamburg). Es besteht kein Zweifel, dass beide Sanduhren aus der gleichen Werkstatt stammen. Ganz ähnliche Material-und Gestaltungsmerkmale weist eine Sanduhr in der Sammlung des Katharinenpalais (Puschkin/Zarskoje Selo) auf.
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