Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
H 38,5 cm, B Kuppa 10,3 cm, T Kuppa 10,0 cm, B Fuß 8,6 cm, T Fuß 7,0 cm; Gewicht: 333 g
Inventarnummer
II 354
Der Elfenbeinpokal des Grünen Gewölbes von 1623 ist der früheste unter den signierten und datierten Werken, die Marcus Heiden während seiner Zeit im Dienst des Herzogs Johann Casimir von Sachsen-Coburg (reg. 1596-1633) schuf. Die Inschrift CHRISTVS SPES MEA auf der Unterseite des Pokalfußes weist Heiden als unerschütterlichen und tief gläubigen Protestanten aus, der einige seiner Arbeiten mit lateinisch formulierten Glaubensbekenntnissen versah. Ein von Marcus Heiden 1640 verfasstes Büchlein »Beschreibung eines Helffenbein gedrehten Kunststücks... beneben desselben geistliche Bedeutung« (Landesbibliothek Coburg) gewährt berührende Einblicke in die Arbeits- und Gedankenwelt eines Künstlers, der während des Dreißigjährigen Krieges als Hofdrechsler in Coburg, danach in Eisenach und ab 1639 in Weimar tätig war. Marcus Heiden steht stilistisch mit seinen prunkvollen gedrechselten, durch figürliche Schnitzereien ergänzten Pokalen in der Nachfolge Jakob Zellers, der ihn vielleicht in Dresden ausgebildet hat.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
bez. Marcus Heiden fecit anno 1623
Reproduktionsrechte
Wenn Sie Reproduktionsrechte an diesem Objekt erwerben wollen, nehmen Sie bitte hier mit uns Kontakt auf.
Feedback
Wenn Sie zusätzliche Informationen zu diesem Objekt haben oder einen Fehler entdeckt haben, dann schreiben Sie uns: Anmerkung verfassen
Weitere Objekte, die Sie interessieren könnten, aus den Rubriken:
Deckelpokal

Dreiseitiger Nephritpokal

Geyer, Elias
Grünes Gewölbe
Dreiseitiger Nephritpokal
Geyer, Elias
Grünes Gewölbe
Grünes Gewölbe

Perlmutterbecken

Schmidt, Nicolaus
Grünes Gewölbe
Perlmutterbecken
Schmidt, Nicolaus
Grünes Gewölbe
Heiden, Marcus

Drechselkunststück mit Segelboot

Heiden, Marcus
Grünes Gewölbe
Drechselkunststück mit Segelboot
Heiden, Marcus
Grünes Gewölbe
Zum Seitenanfang