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Scheide zum Kris

Ort, Datierung
Indien. Java oder Malaysia. Anfang 17. Jahrhundert.
Abmessungen
Gesamtlänge 46 cm max. Breite 12,6 cm Gewicht 381 g
Museum
Inventarnummer
Y 0136.02
Die goldene Scheide gehört zu einem Kris mit goldenem Gefäß (Inv.-Nr. Y 0136.01). Der Kris wird erstmals in einer Verpfändungsliste von Kunstwerken des Grünen Gewölbes von 1706 genannt. Dort wird er beschrieben als: "Ein japponisches vergiftetes meßer, die scheide und griff aus massiv goldt, mit einzelnen rubingen versezt.“ Bis 1913 blieb das kostbare Stück im Grünen Gewölbe und wurde dann in die Rüstkammer abgegeben. Die Rüstkammer besaß in ihrer "Indianischen Cammer" bereits 1684 mehrere javanische Krise, die jedoch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgegeben wurden und sich heute im Museum für Völkerkunde Dresden befinden.

Die Kostbarkeit dieses Krises, der neben der komplett goldenen Fassung auch mit Granaten besetzt ist, war vermutlich der Grund dafür, dass er nicht in der Rüstkammer, sondern in der Schatzkammer der sächsischen Kurfürsten landete.
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