Abmessungen
59,5 x 98,5 cm
Inventarnummer
A 6223,1
Schenkung Ulrich Böni, Riehen bei Basel.

Der Dresdner Künstler Otto Griebel (1895-1972) interessierte sich schon früh für das Puppentheater. Durch seinen Freund, den Musiker Otto Kunze (geb. 1888), der im Ersten Weltkrieg einen Trommelfellschaden erlitten hatte und nun eine Puppenbühne leitete, wurde das Interesse erneuert. Kunzes Puppen waren von Heini Mager, einem Mitglied der linksgerichteten jugendbewegten Leipziger Landsassen, geschnitzt worden. Griebel fasste die Figuren farbig, entwarf die Kostüme und malte alle Bühnenbilder. 1923 fertigten die beiden eine Kopie der Puppenbühne für Dr. Alfred Martin in Rheinfelden (Baden), bald auch eine weitere für dessen Freund, den Schullehrer Alfred Böni in Rheinfelden (Aargau). Eine vierte Bühne entstand später für Otto Griebel selbst, der die Puppen u. a. bei seiner Agitation für die KPD verwendete. Während die Bühne von Griebel 1945 in Dresden verbrannte, das Theater des Dr. Martin verschollen ist, der Fundus Kunzes nach Auswanderung und Tod in New York auseinandergerissen wurde, blieb das Schweizer Theater erhalten und wurde noch lange von Alfred Böni und seiner Familie genutzt. Zwischen Böni und Griebel entstand eine enge Freundschaft, die auch den Krieg überdauerte.
Reproduktionsrechte
Wenn Sie Reproduktionsrechte an diesem Objekt erwerben wollen, nehmen Sie bitte hier mit uns Kontakt auf.
Feedback
Wenn Sie zusätzliche Informationen zu diesem Objekt haben oder einen Fehler entdeckt haben, dann schreiben Sie uns: Anmerkung verfassen
Auch interessant
Königliches Kabinet. - Hintergrund. Nr. 17. / Festsaal - Hintergrund Nr. 6
Königliches Kabinet. - Hintergrund. Nr. 17. / Festsaal - Hintergrund Nr. 6
Oehme, Julius Hermann
Puppentheatersammlung

König

Böni, Alfred
Puppentheatersammlung
König
König
Böni, Alfred
Puppentheatersammlung

Nathan aus "Nathan der Weise"

Zimmermann, Willy
Puppentheatersammlung
Nathan aus "Nathan der Weise"
Nathan aus "Nathan der Weise"
Zimmermann, Willy
Puppentheatersammlung
Zum Seitenanfang