Bergmann

Abmessungen
H 7,0 cm (ohne Sockel); Gewicht gesamt: 168,21 g
Inventarnummer
VI 172 s
Die Elfenbeinstatuette zeigt einen Bergmann in der im Harz, aber auch in Sachsen und andernorts für diesen Berufsstand typischen Bekleidung. In der Beugung des linken Armes befand sich einstmals vermutlich eine Schale oder ein Trog, gefüllt mit winzigen Erzstücken oder Quarzvarietäten. Das am Boden abgestellte Schild des Bergmanns zeigt zwei übereinander gekreuzte Äxte, die als Zeichen seines stolzen Berufsstandes gelten. Eine stilistisch vergleichbare Elfenbeinstatuette befindet sich in Braunschweig (Herzog Anton Ulrich-Museum). Diese gehörte zum Kunst-und Naturalienkabinett von Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolffenbüttel, der von 1735 bis 1780 regierte. Die Bergmannsstatuette des Grünen Gewölbes gehörte einst zur Privatsammlung des 1799 zum Hofrat berufenen Peter Ludwig Heinrich von Block, der 1802 als Inspektor des Grünen Gewölbes vereidigt wurde. Block erwies seinem Amt wenig Ehre. Er machte sich zahlreicher Unterschlagungen und Diebstähle schuldig und wurde schließlich 1816 zu sechs Jahren Festungshaft verurteilt. Sein mit labiler und teils krimineller Passion zusammengetragener Kunstbesitz wurde beschlagnahmt und einige Stücke aus der so genannten Blockschen Sammlung wurden 1830 an das Grüne Gewölbe überwiesen. (JK)
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