Abmessungen
14,5 x 7,0 cm
Ort, Datierung
Inventarnummer
VIII 1
Das kühle Noblesse ausstrahlende Kleinod mit den drei Onyxen wurde im Juli 1725 vom Hofjuwelier Johann Heinrich Köhler übergeben. Köhler hatte bereits 1722 den „großen“ Brillant-Vliesorden als bedeutendsten Repräsentationsorden Augusts des Starken geschaffen. Dieser Auftrag bezeichnet die wachsende Gunst des Königs gegenüber dem 1701 zum Meister erhobenen Dresdner Goldschmied. Das Material für den Vliesorden, einschließlich der Diamanten und auch der Onyxe, erhielt Köhler aus der königlichen Schatzkammer. Die verwendeten Brillanten stammten aus den anderen Schmuckstücken der Juwelengarnituren, die zu diesem Zweck zerbrochen wurden, oder aus dem persönlichen Vorrat des Königs. Deshalb hielten sich die Unkosten des Königs durchaus in Grenzen. Letzteres folgte in seiner Form weitgehend dem Entwurf des Kleinods für die Diamantrosengarnitur (VIII 18) von Dinglinger, der in der Forschung als eine Art Leitbild für die von August dem Starken bestellten Vliesorden angesehen wird. Von Köhler selbst sind keine Abbildungen von Schmuckentwürfen überliefert. Erna von Watzdorf vermerkte aber, dass bis zur Zerstörung im Jahre 1945 drei seiner Entwürfe für Vliesorden mit „orientalischen“ Topasen und mit Katzenaugen im Archiv des Grünen Gewölbes vorhanden gewesen seien. Zur kostbaren Ausstrahlung des Ordens trägt die anmutige Einfassung der Onyxe durch Brillantkränze bei. Die Brillanten verbergen über dem obersten Knopf auch die Öse, an der das Kleinod am Band befestigt wurde. Den mittleren Knopf, das Feuereisen, betont eine ornamenthafte Rahmung mit schwarzem Email. Der im Feuereisen sitzende Onyx, in dessen Zentrum ein mittelgroßer Brillant sitzt, ist von besonders schöner Farbe. Aus dem Brillantkranz der darunter folgenden Flammenpartie züngeln auf jeder Seite drei brillantbesetzte Hauptflammen hervor, die von kleineren, rot emaillierten Nebenflammen begleitet werden. Der Orden erhielt von Köhler eine bewusste Längung, die seine wohlausgewogene Anmut unterstreicht.
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