Ort, Datierung
Abmessungen
H 22,4 cm; Sockel H 1,8 cm, B 13,3 cm, T 6,5 cm
Inventarnummer
2002/9
Das nach vorn geneigte, ausschreitende Skelett ist aus Elfenbein geschnitzt und wirkt in seiner Detailtreue wie ein anatomisches Modell. Durch die Bewegung und seine vorgebeugte Haltung erscheint das Skelett jedoch auch vermenschlicht. Vom 16. Jahrhundert an war die künstlerische Darstellung des Todes zumeist als ein Symbol für die Vergänglichkeit des irdischen Lebens gedacht. Solche Darstellungen sind daher häufig von Motiven des memento mori („Gedenke des Todes“), z.B. einem Stundenglas oder einem Sarg flankiert. Auch realistische und drastische Darstellungen des verwesenden Leibes, mit Hautfetzen und zerrissener Kleidung behangene Gerippe oder Totenschädel mit Würmern und Maden sind als meisterhaft gearbeitete Werke in zahlreichen Kunstsammlungen zu finden.
Dieses kleine Tödlein weist keine weiteren Vanitas-Symbole auf. Dem Künstler scheint die Wiedergabe der korrekten Anatomie wichtiger gewesen zu sein als die memento mori-Funktion. Das Tödlein stammt aus dem Nachlass des Premierministers Graf Heinrich von Brühl und ist wohl dem Künstler Christoph Heinrich Lücke zuzuschreiben.
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