Ort, Datierung
Abmessungen
Rahmen; H 28,3 cm, B 24,3 cm; Relief: H 18 cm
Inventarnummer
II 348
Die beiden, jeweils auf schwarzem Holzgrund montierten und gerahmten Profilköpfe als weinende Maria (Inv.-Nr. II 350) und weinender Johannes (Inv.-Nr. II 348) gehörten zur Elfenbeinsammlung des Grafen Heinrich von Brühl. Sie dafür bestimmt, einander zugewandt als ›Bilder‹ an der Wand betrachtet zu werden (siehe auch Inv.-Nr. II 227, II 229). Wie Jean Louis Sponsel im Führer durch das Grüne Gewölbe von 1921 beschrieb und wie eine historischen Fotoaufnahme dokumentiert, hingen die beiden Reliefs an der Ostwand des Elfenbeinzimmers zu „beiden Seiten des Cruzifixus“. Damit ist das 1737 signierte und datierte große Kruzifix von Johann Christoph Ludwig Lücke gemeint, das König August III. vom Künstler erworben hatte (siehe Inv.-Nr. II 246). Von den beiden Reliefbildnissen ist das des Johannes (Inv.-Nr. II 348) am Gewandabschnitt unterhalb des Halses monogrammiert. Die ineinander verschlungenen Buchstaben C und L (mit einem dahinter gesetzten Punkt) stehen für den zweiten Vornamen (Christoph) und für den Nachnamen Lücke. Die Initialen stehen nicht für die beiden Vornamen (Christoph Ludwig) Lückes. Bereits Christian Scherer (1897) argumentierte diesbezüglich plausibel: „Selbstverständlich muss das L da, wo das Monogramm […] allein ohne den Zunamen vorkommt, auch zugleich den letzteren vertreten, da der Künstler unmöglich nur aus den Anfangsbuchstaben seiner verschiedenen Vornamen sein Monogramm gebildet haben wird.“ Dieses CL-Monogramm findet man ebenfalls auf den Profilbildnissen König Augusts III. (siehe Inv.-Nr. 440), auf dem Diana-Bildnis (Inv.-Nr. II 224) oder an der Büste des Johann David Doormann in Hamburg (Museum für Kunst und Gewerbe). Die ligierten Buchstaben CL. können auch als Abkürzung für den Vornamen Lückes gelesen werden, allerdings nur, wenn diese zusammen mit dem vollen bzw. auch auf „Lück“ verkürzten Nachnamen erscheinen. Diese Signaturen gibt es auf Elfenbeinwerken von Lücke in verschiedenen Variationen bis etwa gegen 1750.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
signiert "CL."
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