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Kostbare Knöpfe dienten den Fürsten des Spätbarock und des Rokoko kaum als Gewandverschluss, sondern zierten vor allem als funkelnder Besatz Ärmel, Taschen und Litzen. Die repräsentative Wirkung edelsteinbesetzter Knöpfe überliefern zeitgenössische Beschreibungen königlicher Auftritte und auch die Darstellung europäischer Fürsten des 18. Jahrhunderts. Zu den meisten Juwelengarnituren August des Starken gehörten, wie das Inventar von 1719 belegt, jeweils drei Dutzend Rockknöpfe und ebenfalls drei Dutzend etwas kleinere Camisohl- oder Westenknöpfe. Nur die Rubingarnitur bildete darin eine Ausnahme, denn für sie wurden anfangs nur zwei Dutzend Westenknöpfe verzeichnet.
Eine wohl von Johann Melchior Dinglinger geschaffene Rubingarnitur ist schon zur Krönung Augusts des Starken zum König von Polen im Jahre 1697 nachweisbar. Ob, wann und in welchem Umfang deren Rock- und Westenknöpfe durch die heute noch existierenden ersetzt wurden, ist nicht überliefert. Nach 1719 wurden die Gewandknöpfe jeweils um ein weiteres Dutzend vermehrt, damit sie vom Kurfürst-König und seinem Sohn gleichzeitig benutzt werden konnten. Der heute noch vorhandene Bestand zählt zu den ältesten erhaltenen Teilen der Rubingarnitur.
Die Rock- und Westenknöpfe unterscheiden sich in ihrer Größe, aber nicht in ihrer Form oder ihrem Besatz mit jeweils 14 kleinen Brillanten. Die Mitte des Knopfes nimmt ein Balasrubin (Spinell) ein, der mit einer rot gefärbten Folie unterlegt wurde. Ausgesprochen typisch für früh entstandene Knöpfe ist, dass die Mittelsteine sich durchaus in Größe, Kontur und Schliff unterscheiden können.
Die Rubine der Knöpfe sind, um ihre farbliche Wirkung zu steigern, in Gold gefasst. Durch dünne Kupferdrähte wurden sie an den Knopfkörpern befestigt. Die Brillanten besitzen hingegen die für Diamanten übliche Silberfassung. Auch die Unterseiten der Knöpfe sind ornamental verziert und besitzen eine Öse, mit deren Hilfe der Knopf auf das ausgewählte Gewand genäht werden konnte.
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