Straßenbild vor dem Friseurladen (Straßenszene)

Kirchner, Ernst Ludwig (1880-1938) - Künstler
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
119,5 x 100,5 cm
Inventarnummer
Inv.-Nr. 2016/01
Das Gemälde von Kirchner war 1926 aus Mitteln der Stadt Dresden erworben worden, mit dem Zweck, es an die Dresdner Staatliche Gemäldegalerie zur Profilierung derselben auszuleihen. 1933 wurde es an die städtische Sammlung zurückgegeben und in der Ausstellung „Entartete Kunst“ im Rathaus in Dresden ausgestellt, 1937 als „entartet“ beschlagnahmt und 1939 über die Buch- und Kunsthandlung Karl Buchholz, Berlin, an privat verkauft.
Die Straßenszene ist ein Ergebnis von Kirchners Deutschlandreise 1926. Zuvor hatte der Künstler neun Jahre in der Abgeschiedenheit der Schweizer Berge gelebt. Kirchner skizzierte „wo er stand und ging, […] auf der Straße, im Café, im Kino“ (W. Grohmann) Szenen des städtischen Lebens. Er wollte, wie er schrieb, wiedergeben, „wie sich die Menschen im Gedränge komponieren und in Bahnen bewegen“. Für das Bild der in grelles Schaufensterlicht getauchten Spaziergängerin fand der Künstler eine spannungsvolle Komposition: In diagonalen Linienverläufen sind die Figuren beziehungsvoll zueinander geordnet. Die drei Männergestalten im Schatten begegnen der orange gekleideten Passantin, die anderen beiden streben von ihr weg. Gemalt ist das Bild bewusst aus der Erinnerung nach der Rückkehr, um stärker vereinfachen zu können. Kirchner konstruierte nun klar abgegrenzte Farbflächen und strenge Formgerüste. (Autor: Birgit Dalbajewa, 2018)

2016 erworben aus Privatbesitz mit Mitteln der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, der Landesbank Baden-Württemberg, der Sparkassen-Versicherung Sachsen, der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Hermann Reemtsma Stiftung, des Freistaates Sachsen, des Sächsischen Landtages und mit freundlicher Unterstützung der Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern. Der Ankauf wurde gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
oben links: E. L. Kirchner
1926 erworben durch die Stadt Dresden; 1926 - 1933 Leihgabe in der Gemäldegalerie der Staatlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft Dresden, ausgestellt im Semperbau am Zwinger; 1933 an die Städtische Sammlung Dresden übergeben, 1937 im Stadtmuseum Dresden beschlagnahmt; in der Ausstellung „Entartete Kunst“ München unter Nr. 16013; am 8.12.1939 erworben von dem Buch- und Kunsthändler Karl Buchholz; nach 1940 Kunsthandel in New York, Düsseldorf, Stuttgart, 1965-2008 Privatbesitz Schweiz, ab 2008 Privatsammlung Bern - courtesy Galerie Henze &Ketterer, Wichtrach/Bern.
2016 erworben aus Privatbesitz mit Mitteln der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, der Landesbank Baden-Württemberg, der Sparkassen-Versicherung Sachsen, der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Hermann Reemtsma Stiftung, des Freistaates Sachsen, des Sächsischen Landtages und mit freundlicher Unterstützung der Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern. Der Ankauf wurde gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Creditline
2016 erworben aus Privatbesitz mit Mitteln der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, der Landesbank Baden-Württemberg, der Sparkassen-Versicherung Sachsen, der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Hermann Reemtsma Stiftung, des Freistaates Sachsen, des Sächsischen Landtages und mit freundlicher Unterstützung der Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern. Der Ankauf wurde gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
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