Hauptbild des Objekts
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
164 x 154 cm
Inventarnummer
Inv.-Nr. 93/12
Nach einem ersten Studiensemester an der Westberliner Hochschule für Bildende Künste 1947/48 hat Graubner seine Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden fortgesetzt, von der er allerdings bereits im Folgejahr zwangsexmatrikuliert wurde. Er verließ die DDR und studierte von 1954 bis 1959 an der Düsseldorfer Kunstakademie. Hier entwickelte er seine eigenständige Art der abstrakten, von jeder Bindung an eine gegenständliche Form befreiten Farbfeldmalerei. 1961 entstanden die so genannten Kissenbilder, mit denen seine Farbe ihre Plastizität hinzugewinnt. „Purpurstille“ gehört zu der 1970 begonnenen Werkgruppe der „Farbraumkörper“. Der von Graubner gewählte Begriff beschreibt anschaulich die entscheidenden Komponenten dieser Bilder. Es handelt sich um Gemälde, die ihre Qualität aus der körperlichen Wirkung der Farbe gewinnen, die sich hier tatsächlich zu einer räumlichen Ausstrahlung erweitert. Dafür spannte er die Leinwand über dicke Synthetikmatten, wodurch sich seine Bildflächen zu bis zu 15 cm tiefen Bildkörpern vorwölben. Im Malprozess liegen diese flach auf dem Atelierboden und werden mit breiten Pinseln und Besen bearbeitet. Graubner massierte die Farbe in zahlreichen Schichten in das Material ein. Das leuchtende Kolorit des Bildes wird stets von einer Farbe bestimmt, hier Purpur, das von zahlreichen verwandten Farbtönen begleitet wird. Das auf das Werk einfallende Licht holt die tieferliegenden Farben wieder an die sichtbare Oberfläche. Dadurch eröffnet sich ein unendlicher Farbraum, den der Betrachter geradezu physisch erfahren und in den er visuell eintauchen kann. (Autor: Dietmar Elger, 2018)

1993 Schenkung des Künstlers
Reproduktion
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