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Korbset, aus 4 Körben ineinandergesteckt

uns nicht bekannt - Hersteller
Die Tarahumara (Rarámuri) leben im Staat Chihuahua in Nordwest-Mexiko. Sie gehören zur Uto-Aztekischen Sprachfamilie. Ihre Wohngebiete auf den Hochplateaus der Sierra Madre und in zerklüfteten Gebirgsschluchten (besonders die Barranca de Cobre, Copper Canyon) erlauben ihnen eine schlichte Subsistenz-Landwirtschaft mit dem Anbau von Mais, Bohnen, Kürbissen, Kartoffeln und Obst. Die Tarahumara sind berühmt für ihre traditionellen Ausdauerläufe über sehr große Distanzen. Zu ihren wichtigen Handwerkszweigen gehören Töpferei, Weberei und Korbmacherei, deren Produkte sie häufig in den Orten und Bahnhöfen nahe des Copper Canyon an Touristen verkaufen. Das Korbflechthandwerk wird von den Frauen betrieben.

Geflochtene Körbe lassen sich schon bei den frühesten bekannten Vorfahren der Tarahumara archäologisch nachweisen. Für die Körbe wird oft die in den Wüstengebieten des US-Südwestens und Nordmexikos häufig vorkommende Rauhschopf-Yucca (dasylirion wheeleri, Rarámuri: sereke sotol) verwendet. In jüngerer Zeit werden auch lange Kiefernnadeln verarbeitet. Die Körbe werden meist in der Diagonaldechnik durch kreuzweises Übereinanderlegen der Halme, mit runden oder rechteckigen Grundformen gearbeitet. Die Korbmacher der Tarahumara scheinen sehr ähnliche Muster und Techniken anzuwenden, es können jedoch Unterschiede zwischen Stücken aus dem Copper Canyon und denen vom Plateau der Sierra auftreten.
Kultureller Kontext
Tarahumara (Herstellung)
Reproduktion
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