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Kreistheater Borna. Spielplan vom 01. November bis 15. November 1953. Voranzeige für die kleinen Theaterbesucher am 19. November 1953 spielen die Bornaer Puppenspiele Franneck "Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren".

Borna, Kreistheater (1949-) - Theater Frannek, Hans (1908-1995) - Puppenspieler Bornaer-Künstler-Puppenspiele (1931-1969 tätig) - Puppenbühne VEB Volksdruckerei Borna (mind. tätig seit 1953) - Druckerei
Abmessungen
61 x 41,5 cm
Inventarnummer
9040 a
Hans Frannek wurde 1908 in Borna bei Leipzig geboren. Mit dem Puppenspiel kam er erstmals in den zwanziger Jahren im Rahmen der evangelischen Jugendarbeit in Berührung. 1927 wurde er Laienpuppenspieler und gründete 1931 die „Bornaer Künstler-Puppenspiele“ als halbprofessionelle Bühne. Die ersten Puppenköpfe schnitzte ihm der Lehrer Walter Schurath. In den dreißiger Jahren spielte Frannek häufiger in Kinos und zu betrieblichen Feiern. Nach Ausbruch des Krieges wurde er eingezogen und geriet 1942 nach Verwundung in sowjetische Gefangenschaft. 1945 betätigte er sich in Borna beim Aufbau der örtlichen FDJ, die ihm wiederum bei der Etablierung der „Bornaer Künstler-Puppenspiele“ half. Zwischen 1946 und 1969 reiste Hans Frannek in Sachsen und der ganzen DDR. Der „Bornsche Kasper“ zählte dank seines Humors und seiner Schlagfertigkeit zu den besten Handpuppenspielern Deutschlands. 1948 wurde er bei einem Wettbewerb sächsischer Kollegen Landessieger. Nach dem Krieg fertigte Johannes Sitte (1900-1980) zunächst die meisten der Figuren, bis um 1949 Gertraude Sorkalla (†1997) Mitspielerin Franneks wurde. Sie hatte zuvor in den Werkstätten von Gerhard Stiehl die „Bornaer Künstlerpuppen“ gefertigt. Da Hans Frannek noch unter den Folgen einer Kriegsverletzung litt, wünschte er sich leichtere Puppen, die Gertraude Sorkalla anfertigte. Wegen Franneks schlechter Gesundheit schlossen die „Bornaer Künstler-Puppenspiele“ 1969 für immer ihre Pforten. Eine Renaissance erlebte Hans Frannek seit 1980, als die kommunalen Puppentheater in Halle, Zwickau, Frankfurt/Oder, Dessau und Gera seine Puppenspiele neu inszenierten, teils sogar unter seiner eigenen Regie. Hans Frannek starb am 14. März 1995. Sein künstlerischer Nachlass wird in der Puppentheatersammlung bewahrt.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
III/5/8; Lp 1915 0,3 3201 10 53; Druck: VEB Volksdruckerei Borna; III/5/8 961 4 3113 6 53
Creditline
Puppentheatersammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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