Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer Gal.-Nr. 2614
Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
120,5 x 67,5 cm
Museum
Inventarnummer
Gal.-Nr. 2614
Wilhelm Lachnit begann seine Laufbahn in der Weimarer Republik als sozialkritischer Künstler. Dass nach der Internationalen Kunstausstellung Dresden 1926 Lachnits Bildnis des „Mädchens im Pelz“ für die traditionsreiche Dresdner Gemäldegalerie angekauft wurde, war für den damals 26-Jährigen ein erstaunlich früher Erfolg.
Der junge Künstler greift in diesem Gemälde ein Thema auf, das große Meister wie Tizian oder Holbein beschäftigte: Pelz und helle Hauttöne in Kontrast zueinander zu setzen. Der Farbklang aus dem glänzenden, warmen Braun und dem edlen Dunkelgrün im Hintergrund von Lachnits Mädchenbildnis mag in Beziehung zu Holbeins berühmter Charakterdarstellung des „Charles de Solier, Sieur de Morette“ von 1534/35 in der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister stehen. Im Unterschied zum Paradeporträt aber ist das Modell bei Lachnit schlicht in den unteren Teil des ungewöhnlich hohen und schmalen Bildformats gesetzt. Im modernen Bild wird buchstäblich Raum gelassen, individuelles Empfinden auszuloten.
Die porträtierte junge Frau mit der Bubikopf-Frisur im schweren, für sie zu groß erscheinenden Pelz entspricht ganz dem Typus der „Neuen Frau“. In der Weimarer Republik konnten Frauen erstmals neue Berufe ergreifen und studieren, ab 1919 waren an der Akademie der Künste in Dresden auch Frauen als Studentinnen zugelassen worden. Lachnits Modell war die bulgarische Fotografin Maria Tokewa. (Autor: Birgit Dalbajewa, 2018)

1926 erworben auf der Internationalen Kunstausstellung Dresden 1926 als Schenkung der Wilhelm und Bertha von Baensch-Stiftung
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Bezeichnet rechts unten: Lachnit
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Albertinum Weltflucht und Moderne. Oskar Zwintscher in der Kunst um 1900
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