Helmbarte

Die Prunkhelmbarte hat eine Klinge mit Stoßeisen als Gratklinge, einem flachen s-förmigen Axteisen, einem flachen, gekrümmten Reißhaken und einer runden Tülle mit vier Schaftfedern. Der flächenübergreifende Ätzdekor zeigt Kriegerköpfe, verschiedene Kriegstrophäen sowie die Jahreszahl 1588. Das Axteisen trägt von zwei Löwen gehaltene goldene Wappen – einerseits das kursächsische, andererseits das herzoglich-sächsische. Sie überdecken jeweils einen Kriegerkopf in Rollwerkkartusche. Die Vergoldungen an der Klinge sowie die Verzierung des Schaftes mit Seide und Goldgespinst heben die Helmbarte als Offizierswaffe heraus. Die Initialen und die Jahreszahl verweisen auf Christian I. von Sachsen, der 1588 wohl für bevorstehende wichtige Ereignisse, etwa den Kurfürstentag in Speyer, die ersten Ritterspiele im neuen Stallhof oder den ersten Landtag in Torgau, bedeutende Waffenerwerbungen tätigte.
Die Inschrift auf dem Wappen lautet: CHRISTIANVS D G DVX SAXON SACRÆ ROM IMP EL (Christian von Gottes Gnaden Herzog zu Sachsen des Heiligen Römischen Reichs Kurfürst).
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Klinge Wappen beschriftet: CHRISTIANVS D G DVX SAXON SACRÆ ROM IMP EL [Christian von Gottes Gnaden Herzog zu Sachsen des Heiligen Römischen Reichs Kurfürst]; Klinge, Datierung: 1588
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