Ort, Datierung
Material und Technik
Abmessungen
Hornweite 32,9 cm Gewicht 510 g
Museum
Inventarnummer
X 0476
Die Jägertrompete aus kurfürstlich-sächsischem Besitz ist als ein frühes Exemplar seiner Art ein wertvolles Dokument der Musikgeschichte. Sie ist am Mundstück: „zv dresen“ und am Schalltrichter: „GOT IST MEIN HELFER V. S. ZV DrESEN MACHT“ signiert und beschriftet und hat vier Windungen in G alto (hohe Stimmung), nach dem heutigen Kammerton Gis und das originale Trichtermundstück.
Michael Praetorius rechnete die Jagdhörner in seinem 1620 herausgegebenen Werk „Theatrum instrumentorum“ ganz selbstverständlich unter die Musikinstrumente und bildet dort auch die Jägertrompete ab, die er neben anderen Jagdhörnern in der Rüstkammer besichtigt hatte. Der Abbildung der Jägertrompete fügte er die Bezeichnung „Jäger-Trommet“ an. Die Jägertrompete verfügte über den annähernd gleichen Tonvorrat wie die damalige Langtrompete, kam hinsichtlich der Resonanz dieser aber nicht gleich. Heinrich Schütz hatte im 4. Intermedium der Weihnachtshistorie für die konzertierenden Instrumente auch Hörner – vermutlich in der Art der Jägertrompete – vorgesehen. Die Jägertrompete war ein Vorläufer des Parforcehorns, aus dem wiederum das konzertierende Waldhorn entwickelt wurde.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Mundstück "Zu dresen"; Schalltrichter: GOT IST MEIN HELFER V.S. ZV DRESEN MACHT
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