Schwertklinge

Abmessungen
Gesamtlänge 102,6 cm Gewicht 712 g
Museum
Inventarnummer
Y 0030
Die gerade, zweischneidige Klinge trägt unterhalb der Angel in reicher Gold- und Silbertausia ein Paar aus Drachen und dem mythologischen Vogelwesen Simurgh auf dichtgefülltem Rankengrund. Entlang der leicht gewölbten Mitte der Klinge verläuft im eleganten Nasta’liq eine persische Inschrift. Die Anregung für das Drachen-Vogel-Motiv kam aus dem Fernen Osten und wurde sowohl in Persien als auch bei den Osmanen künstlerisch verarbeitet. Die Schrift mit ihren bauchigen Rundungen und dem mit Füllwerk angereichertem Grund, die stilistische Verarbeitung des figürlichen Dekors und der Vergleich mit ähnlichen Stücken verweisen auf eine Entstehungszeit um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Möglicherweise handelt es sich um die Arbeit eines in Istanbul tätigen Meisters, der in Folge des Sieges über die Perser 1514 in die osmanische Hauptstadt verschleppt wurde. Im Auftrag des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1586-1591) wurde ein Gefäß für diese Klinge gefertigt, das im Inventar von 1606 noch beschrieben ist, später aber an eine andere Klinge montiert wurde. Nahezu identisch verzierte Klingen befinden sich in Kraków, St. Petersburg, Moskau, Wien und Ingolstadt.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Klinge Inschrift (persisch): O Schwert, mögen durch dich die Gegner der Religion vernichtet werden; / möge der Garten des Sieges durch dein Wasser blühen; / (möge) dein Besitzer durch das Schwert-Gebet Schutz (finden). / Dein Kamerad sei der Hauch des zo-l-faqâr (Zülfikar) …
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