Ort, Datierung
Abmessungen
Gesamtlänge (mit angezogener Schraube) 21,1 cm Breite 13,1 cm Tiefe 7,2 cm Gewicht 1146 g
Museum
Inventarnummer
P 0262
Der Hornamboss diente Goldschmiedearbeiten. Er wurde an einem Arbeitstisch festgeschraubt. Die Krabben an den Halteflächen griffen dabei fest in die Tischplatte. Die Schlagfläche des Amboss weist Gebrauchsspuren von Treibarbeiten auf. Die seitlichen „Hörner“ wurden zum Bearbeiten von Ringen und Bändern benötigt. Dieser Hornamboss stammt aus der Kunstkammer des Kurfürsten August von Sachsen und befand sich in der sechsten Schublade eines "eingelegt schreibetischlein mit schwartzen sammet uberzogen, einem geezten beschlege und handthaben". Die Fertigung solcher "eingelegt schreibetischlein" ist für Leonhard Danner in Nürnberg belegt, von dem der sächsischen Kurfürst nachweislich solche mit "allerley dischler, schloßer und goldtschmiedszeug“ gefüllten Werkzeugkästen erwarb. Handwerklich kämen dafür auch die bei Leonhard Danner ausgebildeten Meister Paul Buchner oder Balthasar Hacker in Frage, die 1558 und 1576 aus Nürnberg nach Dresden übersiedelten. Der Ätzdekor mit Ranken schließt sich allerdings an andere Werkzeuge aus der kurfürstlichen Kunstkammer an, die überwiegend nach Nürnberg verortet werden.
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