Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer Y 0032.01

Pallasch / Pallasch mit Scheide

Nach dem Tod Augusts des Starken war dessen Sohn, Friedrich August II. von Sachsen, an die Macht gekommen. Knapp zwei Monate später hatte der junge Kurfürst von Sachsen und König von Polen die Garderobe seines Vaters im Dresdener Residenzschloss beräumen lassen. Dabei gelangten mehrere orientalische Gegenstände in die Türckische Cammer und in andere Räume der Rüstkammer, unter denen sich auch dieser Pallasch befand. Die Aufbewahrung des Stückes in der Garderobe belegt, dass August der Starke es besonders geschätzt haben muss. Der genaue Grund hierfür ist jedoch unbekannt. Möglicherweise hatte er die Waffe während seiner Ungarnfeldzüge erbeutet, oder es handelte sich um das Geschenk einer hochrangigen Persönlichkeit. Vielleicht schätzte August der Starke diesen Pallasch auch einfach nur wegen seines eleganten Aussehens. Die gerade, zweischneidige Klinge ist im oberen Drittel reich mit goldenen, üppig ineinander verschlungenen Blattranken, Tulpen, Nelken und Wolkenbändern tauschiert. Der Dekor erinnert an Motive der Iznik-Keramik, reich verzierte osmanische Stoffe und Kaligraphien aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.
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