Vorschaubild des Elementes mit der Inventarnummer i. 0086
Die Mitra ist flächenübergreifend vorwiegend mit Goldgespinst bestickt. Darauf heben sich plastisch figürliche Motive aus dem Marienleben ab: Auf der Vorderseite ist die Verkündigung an Maria, auf der Rückseite Christi Geburt dargestellt. Die Figuren wurden einzeln gearbeitet und appliziert. Die senkrechten Schmuckbänder (Tituli) und das waagerechte Band am unteren Ende der Mitra (Circulus) sind regelmäßig mit winzigen Perlen auf dem goldenen Grund bestickt, dazwischen finden sich applizierte Blütenmotive aus Gold- und Perlenstickerei. Diese wiederum tragen extra aufgesetzte Goldschmiederosetten mit Edelsteinen in zeittypisch hohen Kastenfassungen. Die schrägen Kanten sind durch filigrane goldene Zierleisten mit Krabben betont.

Als ausführender Künstler wurde aufgrund technischer und stilistischer Verwandtschaften zur Perlenstickerei auf dem Kaselkreuz des Kardinals Albrecht von Brandenburg in Merseburg sowie dem Hassenstein-Lobkowitzer Perlenaltar der am Hof des Kardinals tätige Seiden- und Perlensticker Hans Plock vermutet. Zweifellos lässt sich die Mitra in die Amtszeit des Kardinals einordnen, ein unmittelbarer Zusammenhang mit seiner Person lässt sich jedoch nicht belegen.

Die Mitra gelangte 1738-1739 aus der Merseburger Verlassenschaft (Herzog Heinrich von Sachsen-Merseburg) in das Grüne Gewölbe, befand sich bis 1835 dort im Vorrat und wurde am 27. April 1835 in das Historische Museum (Rüstkammer) gegeben.
Creditline
Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Reproduktion
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