Armbrust / Garnitur bestehend aus Armbrust und Bolzenkasten

Kaphan, Franz (um 1570-1587 tätig) - Ausführung
Diese Armbrust und der zugehörige Bolzenkasten (Inv.-Nr. U 0268) fertigte Franz Kaphan im Auftrag des Kurfürst August von Sachsen. Die künstlerisch anspruchsvolle, aufwändig dekorierte Garnitur lässt italienischen Einfluss erkennen. Vorbild waren zweifelsohne die herausragenden Arbeiten des Mailänders Lucio Picinino, von dem die Rüstkammer eine prachtvolle Sturmhaube und einen Schild besitzt. Die Säule der Armbrust ist mit getriebenem, gebläutem, mit Gold und Silber tauschiertem Eisen umkleidet. Umgeben von einem feinen tauschierten Rankendekor sind in kartuschenartigen Bildfeldern Krieger, Frauen und Priester in antiker Tracht sind in halbplastischer Arbeit bzw. als Tauschierung dargestellt. Der geschnittene Abzugsbügel ist mit einem sitzenden Satyr verziert. Unter den Szenen befindet sich die Abbildung einer Krönung und die Hinrichtung des jungen Titus Manlius mit dem Fallbeil. Der Konsul Titus Manlius ordnete 440 vor Chr. Die Hinrichtung seines Sohnes an, weil dieser befehlswidrig gegen die Latiner gekämpft hatte. Diese Geschichte galt bis ins 17. Jahrhundert als Beispiel einer strengen, aber gerechten Regierung.
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