Säbel / Säbel mit Scheide und Gehänge

Der Säbel hat eine breite, an der Spitze zweischneidige Rückenklinge mit elegantem Blüten- und Rankendekor in Goldtausia. Auf einer Seite der Klinge befinden sich eine großflächige Mondsichel und eine weniger meisterhafte Inschrift. Die eiserne Parierstange ist lang, gerade und weist Reste von Vergoldung auf. Die hölzerne, mit schwarzem Leder bezogene Scheide trägt Mundblech, Ortband und ein Mittelband aus vergoldetem Messing mit graviertem Dekor (u.a. Wolkenbänder). Aus Elfenbein geschnitzt ist der ehemals zu einem Dolch gehörende Griff. Er ist mit geschnittenen Blattranken verziert und farbig bemalt. Elegant geschlungene, asymmetrische Ranken tragen federartige Blätter, die in ihrer Anordnung an Kastanienblätter erinnern. Ein elfenbeinernes Gürtelsegment mit ganz ähnlichen Blättern aus der Zeit zwischen 1460 und 1470 befindet sich im Topkapi Sarayi Müzesi in Istanbul (Inv.-Nr. 2/630). Sein Dekor geht auf Entwürfe von Baba Nakkash, Maler in den Hofwerkstätten unter Sultan Mehmed II., zurück. Kurfürst Christian II. von Sachsen erhielt diesen Säbel im Februar 1609 von Job von Milkau. Dieser war 1588 Hauptmann des berittenen Hofgesindes, später Obristleutnant der Leibgarde zu Fuß und Hauptmann von Annaburg, Lichtenburg und Schweinitz.
Signatur, Bezeichnung, Inschriften
Klinge Inschrift: ﷲ ﻙﻮﻴﺑ [Allah ist groß]
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