Der Schild und die zugehörige Sturmhaube (Inv.-Nr. N 0149) zählen zu den herausragendsten Prunkwaffengarnituren des 16. Jahrhunderts. Der Meister nutzte die aus dem Orient stammende Technik des Tauschierens mit Edelmetallen und führte sie zur Perfektion.
Der stark plastisch getriebene Schild trägt auf gebläutem, teils goldtauschiertem Grund reichen figürlichen Dekor in Gold- und Silbertausia. Das viereckige Mittelfeld zeigt die sogenannte „Gerechtigkeit des Scipio“, gestaltet nach einem Kupferstich von Antonio Salamanca (1542) zu Livius‘ „Römischer Geschichte“. Nach der Einnahme der im heutigen Spanien gelegenen Stadt Carthago Nova/ Cartagena (209 v.u.Z.) wurde dem Scipio Africanus durch eine Jungfrau die Schlüssel der Stadt übergeben. Das Mädchen sollte Scipio als Gefangene begleiten. Der Feldherr übergab sie jedoch der Obhut ihrer Eltern, als er erfuhr, dass sie mit einem vornehmen Jüngling verlobt sei. Die vier Seitenteile sind mit musizierenden Genien ausgefüllt. Das bestickte, von goldenen Seidenfransen eingefasste, rotsamtene Schildfutter zeigt zwei von Amoretten umgebene Landschaftsminiaturen mit zwei ruhenden Gestalten. Die kostbare Stickerei ist wohl eine Arbeit der Mailänder Seidenstickerin Catarina Leuca Cantona.
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